Wo Introvision Coaching ansetzt

Achtsamkeit und Introvision werden im Gespräch immer wieder in einem Atemzug genannt. Das ist nachvollziehbar, denn Introvision Coaching nutzt Elemente achtsamer Wahrnehmung. Dennoch setzen beide Ansätze an unterschiedlichen Punkten an. Blicken wir auf die Punkte, die den Unterschied ausmachen:

1. Der Imperativ

Introvision Coaching setzt an einem konkreten Mechanismus an: Ein individueller Auslöser zeigt sich, mehr oder minder unvermutet. Das kann beispielsweise eine Frage wie „Sind Sie sich da ganz sicher?“ sein, eine bevorstehende Präsentation oder Rede, ein anstehendes Konfliktgespräch oder auch eine scheinbare Nebensächlichkeit wie die hochgezogene Augenbraue eines Kollegen während des Meetings. Wie heißt es so treffend: „Irgendwas ist immer“. Für jede und jeden von uns.

Ein innerer Befehl

Der Auslöser aktiviert in unserem Inneren unser Alarmsystem. Es erteilt uns einen mehr oder minder eindringlichen Befehl (Imperativ), der entweder die Botschaft „Ich muss jetzt unbedingt … tun!“ beinhaltet oder uns zu einer Vermeidung à la „Es darf jetzt keinesfalls passieren, dass …!“ auffordert. Unser inneres Alarm- und Lösungssuchsystem gerät dabei in einen Konflikt: Es will einerseits handeln, verharrt jedoch zugleich in der Anspannung – und blockiert sich so mitunter selbst.

Unterschiedliche Ansätze

Introvision setzt sich als lösungsorientierte Coaching-Methode gezielt mit dem individuellen Imperativ als dem Kern der jeweiligen Stresssituation auseinander. Das geschieht, indem der bekannte Auslöser wiederholt bewusst aufgerufen wird, damit der Klient seine Reaktionen darauf in sogenannter „weiter Wahrnehmung“ – einem offenen, nicht wertenden Wahrnehmen des gesamten inneren Geschehens – begleiten kann. Dadurch kann sich die automatische Kopplung von Auslöser und Alarmsystem schrittweise lockern. Die vom Klienten als belastend beschriebene innere Hilflosigkeit, Unsicherheit oder Anspannung kann sich auf diese Weise schrittweise abschwächen.
Klassische Achtsamkeitsverfahren richten ihre Aufmerksamkeit in erster Linie auf den gegenwärtigen Moment und den achtsamen Umgang mit innerem Erleben. Das ist sinnvoll, wirksam und langfristig hilfreich – schützt aber nicht in jedem Fall vor der inneren Anspannung, die bei der unvermittelten Begegnung mit einem stark wirksamen individuellen Auslöser entstehen kann und das Denken sowie Handeln einschränken kann.

2. Der Umgang mit dem, was auftaucht

Sobald der Alarm in der Introvision Coaching-Sitzung bewusst ausgelöst wurde, nimmt der Klient eine Vielzahl an Gedanken, Gefühlen und Körperreaktionen wahr. Dabei bleibt er in „weiter Wahrnehmung“, einem offenen, aufmerksamen Wahrnehmen, das durch kurze Vorübungen unterstützt wird und das gesamte innere Geschehen miteinschließt, statt sich davon abzugrenzen. Auf diese Weise kann sich die automatische Reaktion auf den aktivierten Imperativ zunehmend verändern.

Fazit

Introvision Coaching setzt gezielt an einem zentralen Mechanismus wiederkehrender Belastungen an: dem individuellen Imperativ. Über die Bearbeitung der Verbindung zwischen Auslöser und Reaktion kann Introvision Coaching zu mehr Gelassenheit führen und unterstützt so auch bei einer erneuten Begegnung mit dem früheren Auslöser einen besseren Zugang zum eigenen Wissen, zu Erfahrungen und Handlungsmöglichkeiten.

Dieser Text wurde mit Unterstützung von AI/KI erstellt.