Wenn eine Frage mehr auslöst als erwartet
Im Meeting stellt ein Kollege eine kritische Frage. Es ist kein Angriff, kein scharfer Ton – letztlich eine Frage, mit der zu rechnen war. Doch plötzlich verliert sie den Faden. Ihre Antwort bleibt vage und sie beginnt, sich zu rechtfertigen, obwohl das gar nicht nötig wäre. Später kommt ihr genau der Gedanke, den sie hätte äußern wollen.
Solche Situationen sind vielen von uns vertraut. Das Wissen ist vorhanden, die Erfahrung auch. Und doch gelingt es in einem bestimmten Moment nicht, darauf zuzugreifen.
Wissen und Erfahrung sind weiterhin vorhanden
Das liegt nicht unbedingt an unzureichender Vorbereitung oder fehlender Kompetenz. Manchmal löst eine Frage, ein bestimmter Ton oder eine Reaktion des Gegenübers innerlich mehr aus als von außen erkennbar ist. Etwas in ihr schaltet auf Abwehr. Der Raum für eigene Gedanken wird eng.
„Ich darf jetzt nicht unsicher wirken.“
Dahinter liegt, kaum greifbar, die Sorge, dass die anderen ihre Entscheidung infrage stellen könnten. Je stärker dieser innere Druck wird, desto schwieriger kann es werden, ruhig auf das zurückzugreifen, was vorhanden ist.
Mehr Vorbereitung löst das eigentliche Problem nicht
Die naheliegende Reaktion ist oft: Beim nächsten Mal bereite ich mich noch besser vor. Das kann hilfreich sein, greift jedoch zu kurz. Mehr Wissen hätte ihr in diesem Moment nichts gebracht. Was fehlte, war der Zugang dazu – ausgerechnet dann, als sie ihn gebraucht hätte.
Für erfahrene und kompetente Menschen kann das besonders irritierend sein. Sie wissen, dass sie die Situation grundsätzlich bewältigen können. Umso schwerer ist es nachzuvollziehen, weshalb ihnen ausgerechnet in diesem Moment die Klarheit fehlt, die ihnen sonst selbstverständlich zur Verfügung steht.
Wo Introvision ansetzt
Introvision setzt genau hier an: bei dem, was in der konkreten Situation den inneren Alarm auslöst und den Zugang zum eigenen Wissen erschwert.
Im Mittelpunkt steht nicht die Frage, welches zusätzliche Wissen noch fehlt oder welches Verhalten eingeübt werden sollte, sondern das, was innerlich geschieht, sobald ein bestimmter Auslöser wirksam wird und den Handlungsspielraum einengt.
Das Erkennen solcher Zusammenhänge kann ein Ausgangspunkt für einen veränderten Umgang mit der Situation sein. Das eigene Wissen und die vorhandene Erfahrung müssen dann nicht erst neu aufgebaut werden. Es geht darum, wieder verlässlicher darauf zugreifen zu können.
Von außen kaum sichtbar
Man sieht der Teamleiterin in diesem Moment nicht an, was innerlich gerade geschieht. Von außen wirkt sie lediglich etwas unsicherer als sonst.
Darin liegt die eigentliche Schwierigkeit: Innere Anspannung, ein sich verengender Raum für eigene Gedanken und der kurzfristig eingeschränkte Zugang zum eigenen Können bleiben für andere häufig unsichtbar.
Kennen Sie solche Augenblicke, in denen Ihnen erst im Nachhinein klar wurde, was Sie hätten sagen wollen?
Wenn Sie solche Situationen verändern möchten
Introvision kann dabei unterstützen, die inneren Auslöser genauer zu erkennen und die eigene Klarheit auch in angespannten und herausfordernden Momenten verlässlicher verfügbar zu machen.
Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.